Brexit für Chinesen: Diapharm erklärt Verwerfungen der EU-Pharmalandschaft auf der CPhI China

Auf der CPhI China, die vom 20. bis 22. Juni 2017 in Shanghai stattfand, hat Diapharm-Geschäftsführer Ralf Sibbing die Folgen des anstehenden Brexit erörtert. Thema des Vortrags war die Vorbereitung auf Marktstarts in Europa für chinesische Arzneimittel-Hersteller. „Die Verwerfungen, die der anstehende Austritt des Vereinigten Königreichs nach sich zieht, wirken sich bereits jetzt auf die Entscheidungsprozesse von Anbietern aus Drittstaaten aus“, hat Ralf Sibbing in Shanghai beobachtet.

Insbesondere sei Großbritannien schon jetzt nicht mehr geeignet als Rapporteur für neue Arzneimittelzulassungen im zentralen Verfahren (Centralised Procedure) oder als Reference Member State bei dezentralen Zulassungsverfahren (Mutual Recognition Procedure; Decentralised Procedure), betont der Diapharm-Geschäftsführer. Großbritannien habe zwar angekündigt, die geltende EU-Gesetzgebung zunächst zu übernehmen und erst später an eigene Vorstellungen anzupassen. Doch erstens sei noch unklar, ob diese Ankündigung auch für behördliche Entscheidungen beispielsweise über Arzneimittel gelte. „Und zweitens ist völlig ungewiss, wie Großbritannien nach dem Brexit mit neuen arzneimittelrechtlichen Entscheidungen – etwa des Europäischen Gerichtshofs – umgehen will“, warnte Ralf Sibbing die Teilnehmer.
 
Die CPhI China in Shanghai mit jährlich über 30.000 Besuchern gilt als eine der größten Veranstaltungen für die pharmazeutische Industrie weltweit. Diapharm bietet als Partner der chinesischen Pharma-Handelskammer CCCMHPIE hier alljährlich Fortbildungen für Arzneimittel-Hersteller aus Asien an, die Healthcare-Produkte auf den europäischen Markt bringen wollen.

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