Lebensmittelinformations-Verordnung: "Verpackung sparen wird von einer Tugend zum Problem"

Die neue EU-Verordnung ’betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel’ erlegt Herstellern neue Informationspflichten und Mindest-Schriftgrößen für Packungstexte auf. „Gerade bei den Nahrungsergänzungsmitteln wird das Einsparen von Verpackungsmaterial jetzt plötzlich von einer Tugend zu einem Problem“, beklagt Dorothee Köpf vom Pharma-Dienstleister Diapharm (www.diapharm.de) das Resultat. „Bei Produkten mit einer großen Zahl an Inhaltsstoffen und einer kleinvolumigen Verpackung, etwa Brausetabletten-Röhrchen, werden sich die Pflichtangaben kaum noch in der neu festgelegten Mindest-Schriftgröße auf der Packung platzieren lassen: Es ist einfach zu viel Text“, erläutert die Senior Managerin Regulatory Affairs.

Zwar sehe die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 Ausnahmeregelungen für Kleinverpackungen vor, betont Dorothee Klöpf. Doch auch auf ihnen müsse die x-Höhe der Schrift mindestens 0,9 mm betragen. Neben der Schriftgröße regelt die neue Verordnung zahlreiche weitere Elemente von der deutlicheren Allergenkennzeichnung bis zur Herkunftsangabe für pflanzliche Fette und Öle. Auch Umkartons und Außenverpackungen, Verkaufstrays etwa, müssen in Zukunft mit gewissen Pflichtkennzeichnungen versehen werden. Alle Hersteller müssen ihre Verpackungen entsprechend überarbeiten und der neuen Lebensmittelinformations-Verordnung anpassen. Die Übergangsfrist für diese Umstellung beträgt in der Regel drei Jahre.

Der Pharma-Dienstleister Diapharm berät Hersteller von Gesundheitsprodukten, etwa von Nahrungsergänzungsmitteln und diätetischen Lebensmitteln, unter anderem bei der Produktentwicklung und Produktkennzeichnung und den damit verbundenen regulatorischen Fragen.

(ca. 1.720 Zeichen)

Weiterempfehlen

Aktuelles

Mitarbeits-Möglichkeiten

Sprechen Sie uns an!

Unser Servicetelefon:+49 (0)251 609350
Anrede*